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Dokumentation der Auftaktveranstaltung am 5. März 2020

Illustration: Timo Grubing

Zukunftsmusik bedeutet ...

... die Zukunft der Musikschule in einem partizipativen Prozess aktiv und konstruktiv mitzugestalten,

... das Gebäude der Musikschule und ihre Funktion als gemeinschaftlich genutzter Begegnungsort zu erhalten

... die Musikschule als innerstädtischen Möglichkeitsort für vielfältige Nutzungen zu vermitteln und weiterzudenken

... konkrete Optionen für ein innovatives und nachhaltiges Beispiel gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung aufzuzeigen

... innovativen und gemeinnützigen Wohnraum gestalten

Das Netzwerk Zukunftsmusik entwickelt Ideen, wie die Musikschule in Bochum zu einem Möglickeitsraum für uns in Bochum gestaltet werden kann.

Der 1956 als Jacob-Mayer-Realschule eröffnete Bau der Bochumer Musikschule ist ein wichtiger Zeitzeuge des kommunalen Schulbaus in den 1950er Jahren. Mit dem geplanten Umzug der Musikschule stellt sich die Frage, welche Rolle das Gebäude zukünftig spielen kann.

Eine öffentliche Auftaktveranstaltung zur Weiterentwicklung, zu der mögliche Nutzer*innen eingeladen waren, hat gezeigt, dass es ein breites Interesse an einer unkommerziellen und kreativen Nutzung gibt.

Die Ideen, die hierbei gesammelt wurden, zeigen, wie vielfältig und innovativ mögliche Nutzungskonzepte sind. Die Wünsche nach Wohnraum, nach Orten für musikalische, soziale und kulturelle Projekte haben gemeinsam, dass sie gemeinwohlorientiert sein und Begegnungsräume für die Menschen in Bochum schaffen sollen.

Die Umnutzung dieses innerstädtischen Grundstückes kann nachhaltiges Beispiel für eine moderne Stadtentwicklung sein, indem urbane Nachbarschaften und gemeinschaftlich nutzbare Räume nebeneinander entstehen. So kann ein Teil der Funktion der Musikschule als gemeinschaftlich genutzter Ort erhalten werden. Wir freuen uns, dass die Stadt Bochum dieses Potential sieht.

Gemeinsam wollen wir an den Ideen weiterarbeiten und den Möglichkeitsraum der Musikschule weiter inhaltlich füllen.

Ziel

Ziel der Veranstaltung „Zukunftsmusik“ wird es sein, über die Möglichkeiten einer gemeinwohlorientierten Nutzung des Musikschulgebäudes zu informieren und gemeinsam nachzudenken. Es werden erste Ideen diskutiert und Interessierte Personen gesucht, die sich weiter mit der Entwicklung der Musikschule beschäftigen wollen. Die Zukunft der Musikschule ist eine Frage von kollektiven Ideen und kooperativer Stadtentwicklung.

„Ein gemeinwohlorientiertes Stück Stadt,
das die nördliche Innenstadt mit der City verbindet“

Engagierte

Mitwerk Bochum
STADTBOX
Mieterverein Bochum
Musikbüro Bochum e. V.
STADTGUUT
Stadt für Alle Bochum
Wohnbundberatung NRW
– Wohnprojekt 4630
Ko-Operativ eG NRW
Timo Grubing Illustration
– Poetry-Slammerin Lena Elble
– Poetry-Slammerin Isabel Salmen
– Literatur Kollektiv Bochum
– & mehr ...

Gebäude & Architektur

Anders angegangen...

Poetryslammerinnen Lena Elble und Isabel Salmen

Ein Dialog über die Zukunftsmusik

„Hey Lena! Du, ich habe das gerade in der Zeitung gelesen. … Hast du schon von der Musikschule gehört? Die ziehen aus dem Gebäude in der Innenstadt aus.“

„Das klingt ja interessant – du meinst dieses großes Gebäude in dem Park mit dem riesigen Fenster mit Blick auf die Kirche? Das mit den vielen Geschichten?“

„Ja genau das? Ich bin schon öfter daran vorbei gefahren und hab mich nie näher damit beschäftigt. Erst jetzt, wo es deswegen durch die Presse geht. Eigentlich total schade, dieses Phänomen. Das wir so viele tolle Orte in der Stadt kaum wahrnehmen. Weißt du zufällig was jetzt damit passieren soll?“

„Naja, Überlegen wir mal – dieser Ort schafft ganz neue Möglichkeiten. Wir könnten ihn anders nutzen und ihn neu gestalten. Dafür sind solch' kreative Orte doch wie geschaffen.“

„Ich frage mich was die Menschen in unserer Stadt sich am meisten wünschen. Ich glaube nicht, dass es ernsthaft noch ein Einkaufszentrum ist, mit Dingen, die alle gleich aussehen und doch nicht länger als einen Augenblick wirklich glücklich machen. Ich denke, es sind eher nette Begegnungen, Momente, in denen man sich wahrgenommen fühlt und – auch wenn es kitschig klingt – akzeptiert.“

„Interessante Überlegungen. Wie stellst du dir denn das Gebäude zukünftig vor?“

„Ich finde es sollte ein Raum für viele Menschen werden. Und deshalb flexibel einsetzbar. Wenn es nach mir ginge mit ganz viel Kultur. Kreative könnten dort schöne und auch etwas schaurige Kulissen bauen und dann Märchen-Vorlesestunden für Kinder ausrichten. Poetry Slam der muss dabei sein - klar. Und Musik! Und Kunst! Ein Stand mit Zuckerwatte - immer. Und ein Baum mitten im Gebäude von dem immer Bonbons gepflückt werden können … Na gut, vielleicht, schweife ich etwas ab. Wie stellst du es dir in Zukunft vor?“

„Ich mag deine Überlegungen und du hast Recht, dieser Ort hat einiges zu bieten und Potential ein Ort der besonderen Begegnungen zu bleiben. Ich denke da an die schalldichten Proberäume, das gemütliche Café, das Fenster mit dem einladenen Licht mit Blick auf die Kirche oder den anliegenden Park. Stell dir mal vor: man könnte dort ein Erholungsbad einrichten und oben vom Kirchturm hinunter rutschen und direkt am Eingang gibt es dann die Zuckerwatte von der du sprachst.“

„Und im Sommer Straßenfeste, da muss es natürlich eine Hüpfburg geben! Auf jeden Fall sollen sich alle Menschen eingeladen fühlen. Und eine Anlaufstelle haben wo sie ausgelassen sein und dem Alltag etwas entfliehen können. Oder, wenn sie gar nicht entfliehen möchten: einen Raum, wo sie miteinander in Verbindung treten können. Projekte planen, zum Beispiel.“

„Ich sehe dich schon auf der Hüpfburg hüpfen. Die Proberäume können wir miteinander verbinden und jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag dort die ganze Nacht zu Geigenmusik tanzen. Aber was Isabel wird auf dem Dach sein?“

„Da gibt es natürlich nur eine Möglichkeit – eine Sternbeobachtungsstation in Kooperation mit dem Planetarium. Den Bochumer Nachthimmel ansehen und träumen vom Schlaraffenland.“

„Und dazu trinken wir in Liegestühlen Cocktails. Den einen magst du doch so gerne.“

„Das ist eine schöne Vorstellung. Ich bin gespannt was sich davon bewahrheitet.“

Ergebnisse Arbeitsphase

Menschen

Wer möchte sich für die Zukunftsmusik engagieren? Wer muss dringend mit an den Tisch?
Wie kann ich mich mit einbringen? Was kann ich dazu beitragen?
Welche Fragen habe ich?


Füllung

Wie kann die Musikschule zukünftig genutzt werden? Welche Nutzungen wünsche ich mir in der Bochumer Innenstadt?
Welche Art von Räumen werden benötigt? Wie kann der Ort inklusiv bleiben?
Was kann ich dazu beitragen? Welche Fragen habe ich?


Steine

Warum soll das Gebäude erhalten bleiben? Was ist das Besondere an diesem Ort?
Wie stelle ich mir das Gebäude zukünftig vor? Welche Ideen habe ich zu den Freiflächen?
Was kann ich dazu beitragen? Welche Fragen habe ich?


Zaster

Welche Förderungen sind interessant? Welche Strukturen sind dafür notwendig?
Welche Trägerformen sind denkbar? Welche Fragen habe ich? Was kann ich dazu beitragen?
Renditeorientierung und/oder Gemeinwohlorientierung?

Dokumentation zum Download

Die gestaltete Dokumentation steht zum Download als PDF-Datei (4 MB) zur Verfügung.